Autobatterie im Winter

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Im Moment ist er noch recht friedlich, fast frühlingshaft, der Winter, aber im Januar ist meist Verlass auf ihm. So lange die Temperaturen noch deutlich über dem Gefrierpunkt liegen lohnt sich ein Blick unter die Motorhaube durchaus, um einmal die Batterie zu checken. Denn sie wird dringend benötigt, um das Auto überhaupt zu starten – und das kann vor allem bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht immer so selbstverständlich sein, wie man es gerne hätte.

Leistung im Winter nimmt ab

Je kälter es ist, desto mehr nimmt die Leistung der Batterie ab. Bei Minus Zehn Grad sind es schon 35 Prozent – Tendenz mit zunehmender Kälte steigend. Laut dem ADAC ist eine schwache Batterie der häufigste Grund, warum der Pannendienst gerufen wird. Auch das Alter sagt etwas über die Leistung aus. Sie nimmt schon nach vier Jahren deutlich ab, was sich bei normalen Wetterverhältnissen kaum bemerkbar macht, wohl aber bei Minusgraden. Meldet der Wetterdienst also Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ist eine Fahrt in die Werkstatt des Vertrauens kein Fehler. Wer dies versäumt hat, für den gibt es andere Methoden, wie man eine etwas schwache Batterie wieder auf Trab bringen kann.

Wärme für den Kaltstart

Wärme ist das Zauberwort, doch das lässt sich nicht immer bewerkstelligen. Keinesfalls sollte man heißes Wasser auf die Batterie schütten oder ähnliche Methoden wählen. Besser ist eine Wärmflasche, die man darauf legen kann. Das dauert natürlich einige Zeit und ist nur eine Lösung für den Notfall, kein Dauerzustand. Im Handel sind inzwischen sogar spezielle Heizdecken erhältlich. Eine andere Möglichkeit die Batterie zu wärmen sind die Scheinwerfer. Schaltet man diese vor dem Starten ein geben sie nach einigen Minuten genug Wärme ab, um der Batterie den letzten Kick zu geben. Allerdings sollte man das nur machen, wenn die Batterie auch wirklich noch fit ist und sich nur etwas schwer tut.

Batterieladegerät erhöht Lebensdauer

Wer es sich zutraut kann die Batterie auch einfach ausbauen und mit ins Haus nehmen zum aufwärmen. Das dauert allerdings etwas länger als die Methoden Heizdecke und Wärmflasche, Stunden muss man durchaus einkalkulieren. Eine weitere Möglichkeit ist ein Batterieladegerät, neuere Modelle sind für den Dauereinsatz geeignet und laden und entladen die Batterie in regelmäßigen Abständen. Das erhöht auch deren Lebensdauer.

Stromfresser bei Kurzstrecken meiden

Zu guter Letzt bleibt natürlich noch das gute alte Überbrückungskabel. Der Nachteil dabei ist, dass man immer ein zweites Fahrzeug braucht, dass einem Starthilfe gibt. Besser wäre es die Batterie vor dem Winter checken zu lassen und vor allem bei Kurstrecken darauf zu achten, nicht alle Stromfresser auf einmal einzuschalten. Dazu gehören vor allem Sitzheizung, Heckscheibenheizung und Radio sowie beheizte Außenspiegel. Beim Check der Autobatterie sollte übrigens nicht nur der aktuelle Ladezustand sondern auch die Kapazität gemessen werden. Defekte Batterien laden sich nicht mehr vollständig oder im schlimmsten Falle gar nicht mehr auf.

Foto: Andrew E. Larsen / Flickr